Fragen und Antworten
iMed.intelligence ist ein von Pharma unabhängiger Service-Anbieter für onkologische Patienten. Wir scannen kontinuierlich den Markt bzgl. neuer molekularbiologischer (z. B. genetischer) Verfahren, überprüfen deren Qualität und Nutzen für den Patienten. Nur wenn wir ein Verfahren als qualitativ hochwertig bewerten können, schlagen wir es unseren Patienten vor. Um unseren Patienten die Durchführung dieser Verfahren anbieten zu können, heben wir deren Tumorgewebe auf (eingefroren). Ausserdem unterstützen wir die Durchführung der neuen Verfahren logistisch.
Weil die Information, die in Ihrem Tumorgewebe verborgen ist, dazu beitragen kann, Ihre Krebserkrankung gezielt und angepasst an Ihr individuelles Tumorprofil zu bekämpfen! Beispiele hierfür sind:
- Die Analyse des genetischen Profiles Ihres Tumors kann dazu beitragen, Ihren Tumor noch gezielter diagnostisch einzuordnen und dadurch auf sein weiteres Verhalten und die Prognose zu schließen sowie gezieltere Behandlungsmöglichkeiten zu finden.
- Chemosensitivitätstests mit Hilfe Ihres Tumorgewebes können dazu beitragen herauszufinden, bei welchen Medikamenten Ihr Tumorgewebe reagiert bzw. auf welche es nicht sensibel ist.
- Zukünftig könnten personalisierte Immuntherapien in der Krebstherapie eine bedeutende Rolle spielen. Diese können jedoch nur mit Hilfe Ihres (Tumor-)gewebes für Sie entwickelt und hergestellt werden! Es werden hierbei Moleküle konstruiert, die im Gegensatz zum körpereigenen Immunsystem Krebszellen tatsächlich erkennen und attackieren können. Dabei spielen Kombinationen aus speziellen Antikörpern und Wirkstoffen eine wichtige Rolle. Die Antikörper können spezifisch an den Krebszellen andocken und dort das mitgeführte Medikament zum Einsatz bringen. Eine andere neue Strategie besteht darin, Tumorzellen mit spezifischen RNA-Molekülen anzugreifen, die dann die Krebszelle daran hindern, bestimmte Proteine herstellen zu können. Insgesamt stehen von Tag zu Tag mehr Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Tumorzellen gezielt angegriffen werden können.
Die Chance auf die Anwendung modernster Verfahren, die tagtäglich mehr werden, sollten Sie sich bewahren! Bewahren Sie Ihre wichtige Informationsquelle durch Einlagerung Ihres Tumorgewebes!
Zur Zeit findet fast ausschließlich die Konservierung von Tumorgewebe in Paraffinblöcken statt. Auf Basis von in Paraffin eingelagertem Tumormaterial sind die neuartigen Verfahren der individuellen Medizin jedoch meist nicht möglich.
Das Gewebe von eventuell auftretenden Rezidiven und Metastasen ist für die Analysen oftmals nicht geeignet. Weiterhin kann sich das Gewebe an Orten befinden, wo es nicht entnommen werden kann. Auch die Gewebemengen können für eine Analyse zu gering sein.
Viele Krankenhäuser, insbesondere auch Universitätskliniken, sammeln das Tumorgewebe ihrer Patienten in Forschungs-Biobanken. Das ist jedoch ein völlig anderes Konzept:
- Tumorproben, die für eine Forschungsbiobank eingelagert werden, gehören dem Krankenhaus und nicht dem Patient. Der Patient hat für gewöhnlich das Recht abgegeben, zukünftig auf das Gewebe zuzugreifen und es für die Durchführung von molekularbiologischen Verfahren einsetzen zu können. Normalerweise nutzen Krankenhäuser das Material für interne Forschungsprojekte oder Projekte mit der Pharmaindustrie.
- Meist werden von den Krankenhäusern nur geringe Mengen aufbewahrt, ausreichend für die Forschung, aber evtl. nicht genug für mehrere Verfahren im Rahmen einer individualisierten Behandlung.
- Die Aufbewahrungsmethode vieler Krankenhäuser - die Aufbewahrung in Paraffinblöcken in der Pathologie - zerstört die Möglichkeit, mit dem Gewebe Verfahren der individualisierten Medizin anzuwenden. Hierfür ist es notwendig, eingefroren zu konservieren (-180° Celsius).
Wir unterstützen Sie und Ihren Wunsch, Ihr Tumorgewebe aufzubewahren und sprechen gerne mit Ihrem Krankenhaus! - Die Gewebeeinlagerung für Forschungszwecke (der allgemeiner Nutzen steht im Vordergrund) und die von iMed.biobank angebotene Einlagerung für spätere Analysen (Ihr persönlicher Nutzen steht im Vordergrund) ergänzen sich.
Schritt 1: vor der Operation
Senden Sie uns die Beauftragung für die Einlagerung Ihres Tumorgewebes. Wir werden daraufhin Ihr Krankenhaus kontaktieren und den notwendigen Prozess mit dem Klinikum absprechen (telefonisch oder vor Ort).
Schritt 2: im Krankenhaus
Nach der Tumorentnahme muss das Tumorgewebe so rasch als möglich in die Pathologie transportiert werden. Nach der notwendigen Untersuchung des Gewebes friert der Pathologe Teile des Gewebes in den vorgesehenen Transportbehältern ein und übergibt diese an den von uns beauftragten Kurierdienst, der das Gewebe zu unserer Gewebebank (BioKryo GmbH) transportiert.
Schritt 3: Biobank
Bei der BioKryo GmbH, unserem Partner für die Biobank, wird das Gewebe gemäß strengster Qualitätsrichtlinien kryo-konserviert (tiefgefroren). So bleibt das Gewebe für alle potentiellen Analyse- und Therapieverfahren erhalten. Um mehrere Verfahren nutzen zu können, wird das Tumorgewebe in 3-5 kleinen Portionen eingefroren.
Wenn Sie eine Analyse durchführen möchten oder Ihr Tumorgewebe für ein spezielles personalisiertes Therapieverfahren nutzen möchten, setzen Sie uns davon in Kenntnis und wir werden Ihnen Ihr Gewebe umgehend zur Verfügung stellen. Die Entnahmekosten (30,- €) sowie etwaige Transportkosten sind von Ihnen zu tragen.
Es gibt unterschiedliche Analyseverfahren, manche Verfahren erfordern als Untersuchungsmaterial lediglich Blut- oder Urinproben. Analysen, bei deren Verfahren Ihr Tumorgewebe benötigt wird, können wir leider nicht durchführen, wenn Ihr Gewebe nicht aufbewahrt wurde. Sie sollten sich auf jeden Fall mittels unserer Dienstleistung iMed.care darüber informieren, welche neuartigen Verfahren für Sie zur Verfügung stehen!

